Wie Außenstehende und Angehörige mit Demenzkranken klar kommen

Jemand, der an einer Form der Demenz erkrankt ist, zeigt auffällige Verhaltensmuster. In der Öffentlichkeit kann dies oft zu Problemen führen. Außenstehende wissen zunächst nicht, dass die Person krank ist. Es folgen kritische Blicke und Getuschel. Der kranken Person fällt das ab gewissen Stadien meist gar nicht mehr auf. Sie benimmt sich, als ob nichts wäre. Isst ihr Essen mit den Fingern und bekleckert sich im Restaurant. Sie spricht Fremde Leute an und benimmt sich für manche Menschen ungebührlich. In manchen Fällen nimmt die erkrankte Person die Situation trotzdem noch wahr. Es verletzt sie, aber der Kranke weiß nicht, wie er sich helfen soll. Außenstehende sollten daher vorsichtig mit Kritik sein. Versuchen Sie zunächst die Hintergründe der Person zu ermitteln. Fragen Sie Angehörige, warum die Person sich so verhält. Zeigen Sie Verständnis. Auch ein freundliches Lächeln kann schon viel bewirken. Verurteilen Sie den Kranken nicht. Er kann nichts für sein Verhalten. Denken Sie daran, Ihnen oder Ihren Lieben könnte es irgendwann vielleicht einmal ähnlich ergehen.

Wenn die Lieben an Alzheimer erkranken

Sie besuchen Ihre Eltern oder Großeltern im Pflegeheim. Diese Besuche sind für Sie immer furchtbar unangenehm, da die Person an Alzheimer leidet. Im Grunde wissen Sie, dass das sonderbare Verhalten auf die Krankheit zurück zu führen ist, jedoch versetzt es Ihnen jedes Mal einen Stich ins Herz, wenn die geliebte Person einen vielleicht erst gar nicht erkennt. Sie lebt in einer anderen Zeit und auch die motorischen Fähigkeiten haben nachgelassen. Sie trauen sich nicht mit der erkrankten Person in die Öffentlichkeit, da Sie Angst vor den Reaktionen der Menschen haben. Oma isst wie ein kleines Kind. Opa spricht ständig Fremde an und berührt sie. Die Erkrankten denken sich nichts dabei, für Sie jedoch ist dies ziemlich unangenehm.
Zunächst einmal sollten Sie sich selbst eingestehen, dass die geliebte Person krank ist. Teilen Sie dies auch den anderen Menschen mit, aber stellen Sie die erkrankte Person nicht bloß. Das durch die Krankheit ausgelöste Verhalten ist bereits entwürdigend genug. Kranke Personen können trotzdem noch fühlen und Dinge wahrnehmen. Zeigen Sie daher viel Verständnis und fordern Sie Ihre Mitmenschen auf, dasselbe zu tun.

Alzheimer tritt bei älteren Menschen nicht selten auf. So werden Sie auf viele weitere Leute treffen, die etwas Ähnliches wie Sie durchmachen. Auch verschiedene Foren im Internet können Ihnen helfen, wenn Sie nicht genau wissen, wie Sie mit der Situation und der demenzkranken Person umgehen sollen. Gerade am Anfang kann die neue Situation einen überfordern. Suchen Sie sich daher Gleichgesinnte und tauschen Sie sich aus.

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