Vitiligo

Bei der Weißfleckenkrankheit, die auch als Vitiligo bezeichnet wird, geht es um eine Hauterkrankung, welche sich durch scharf abgegrenzte, weiße Flecken auf der Haut bemerkbar macht. In zahlreichen Fällen sind insbesondere Füße, Hände, Genitalbereich oder Gesicht betroffen. Etwa ein Prozent der Bundesbürger leiden an der Weißfleckenkrankheit. Betroffene müssen sich oft mit Unwissenheit und Vorurteilen in der näheren Umgebung auseinandersetzen. Zwar hat diese Erkrankung auf die Gesundheit keine Auswirkung. Doch durch Vitiligo ist die seelische Belastung, vor allem bei besonders ausgeprägten Formen, keineswegs zu verachten.

Symptome

In der Regel unterscheidet sich die Struktur dieser betroffenen Hautflächen keineswegs von gesunder Haut. Die Weißfleckenkrankheit betrifft bei der Haut lediglich die Farbgebung. Sie gilt nicht als ansteckend. In einigen Fällen sieht man einen bräunlichen oder rötlichen Saum am Rand dieser hellen Flecken. Durch die Dermatologen werden verschiedene Formen der Vitiligo unterschieden: Vitiligo akrofazialis und Vitligo vulgaris. Hauptsächlich basiert diese Unterteilung auf der unterschiedlichen Verteilung und Ausprägung der entsprechenden Flecken. Die häufigste Form dieser Hauterkrankung ist die Vitiligo vulgaris. Die hellen, unregelmäßigen Flecken können sich in dem Fall über die ganze Haut des Körpers verteilen. Das betrifft auch die Schleimhäute und die behaarten Bereiche. Vitiligo akrofazialis ist eine Hautkrankheit, bei der sich die Flecken prinzipiell auf die Füße, die Hände oder das Gesicht beschränken. Ganz egal bei welcher Form, Betroffene sollten insbesondere auf genügend Sonnenschutz achten. Diese depigmentierte, sehr sensible Haut der Flecken reagiert bei hoher UV-Strahlung rasch mit Sonnenbrand. Weil jedoch nicht alle hellen Hautflecken aufgrund der Auswirkungen der Vitiligo entstehen, ist es wichtig, Hautveränderungen dieser Art stets von einem Experten überprüfen zu lassen.

Ursachen

Es gibt zwar zahlreiche Theorien über den Auslöser der Weißfleckenkrankheit. Doch die tatsächliche Ursache dafür ist bis heute nicht bekannt. Bei einer Theorie wird angenommen, dass die Melanozyten das körpereigene Immunsystem zerstören und somit kein Melanin mehr produziert wird. Jedoch ist es ebenso möglich, dass die Melanozyten Gifte produzieren und sich damit selbst abtöten. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass ein genetischer Defekt für diese Erkrankung die Ursache ist. In dem Fall könnte die genetische Disposition die entsprechenden Melanozyten schwächen und diese für Verletzungen empfindlicher werden lassen. Der Verlauf und Schweregrad der Weißfleckenkrankheit ist bei jedem Betroffenen individuell und keineswegs vorhersehbar.

Behandlung

Vitiligo kann nicht geheilt werden. Doch einige Therapien sind immer mehr erfolgreich beim Repigmentieren der Haut. Trotz allem lässt sich keineswegs vorhersehen, ob eine Therapie anschlägt oder nicht.

Arzneimittel

Manchmal werden ebenso Salben mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen, wie Tacrolismus oder Cortison zum Lindern der Symptome angewendet. In seltenen Fällen wird zur Therapie mit Immunsuppressiva geraten.

Fototherapien

Durch die Hilfe von UVA- oder UVB-Licht oder dem gezielten Anwenden eines Xenon-Chlorid-Excimer-Lasers ist es möglich, die Melanozyten zum Produzieren von Melanin anzuregen. Über einige Monate hinweg hat der Patient die Möglichkeit, sich in der Arztpraxis erneut mit UVB-Strahlen therapieren zu lassen. Die Bestrahlung kann zum Repigmentieren beitragen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.