Aktive und passive Immunisierung: was bedeutet das?

Eine hohe Anzahl von Zellarten, wie T-Helferzellen, B-Zellen, Fresszellen, T-Zellen und „Gedächtniszellen“ sind an der Abwehrarbeit von Krankheitserregern beteiligt. Denn dringt ein Keim in Ihren Körper ein, so entstehen nach einigen Tagen Antikörper. Daran sind zum Beispiel B-Zellen sowie T-Helferzellen beteiligt. Alle Erreger haben an Ihrer Oberfläche ein ganz spezifisches Muster, an das der spezifische Antikörper, wie zum Beispiel ein Schlüssel in entsprechendes Schloss, passt. Millionen von verschiedenen Fremdzellen können in den Körper eindringen, so dass Ihr Körper genauso viele Antikörper produzieren muss.

Die Antikörper können sich in der Regel an den Erreger heften. Dadurch verkleben Bakterien und die Viren können dadurch nicht mehr in Zellen eindringen. Körpereigene Fresszellen wiederum erkennen markierte Keime mit ihren Antikörpern leichter und „fressen“ sie einfach auf. Bei einer Immunantwort können somit auch Gedächtniszellen entstehen. Dabei besitzen Sie die Fähigkeit, den entsprechenden Erreger zu erkennen und nach der Abwehr des Erregers erhalten zu bleiben. Dabei erinnert sich das Immunsystem an die vorab durchgemachte Infektion. Sollte ein erneuter Kontakt mit demselben Keim nochmals starten, stellt die

Antikörperproduktion auf ein höheres Niveau um und die Erkrankung findet abgeschwächt oder gar nicht statt.

Aktive Immunisierung

Eine klassische Impfung stellt eine sogenannte aktive Immunisierung dar. Abgetötete Erreger, geschwächte Krankheitskeime oder wichtige Bestandteile von inaktiven Giftstoffen oder Krankheitserregern werden in Ihren Körper injiziert. Dabei unterscheidet man drei Gruppen von Impfstoffen: Totimpfstoffe (Teile getöteter Keime), Lebendimpfstoffe (Serum aus lebenden Erregern) und Toxoidimpfstoffe (beinhalten inaktivierte Giftstoffe von den Erregern). Ihr Immunsystem bildet darauf aktiv spezifische Antikörper gegen die entsprechenden Krankheiterreger. Das äußert sich hin und wieder in Form einer Impfreaktion, die Sie durch leichtes Fieber, Unwohlsein sowie Schwellungen und Rötungen an der Impfstelle bemerken. Dabei schützen die Impfungen unterschiedlich lang – abhängig von den auftretenden Krankheiten. Impfungen zum Auffrischen können die Wirkungsdauer verlängern. Eine solche Wiederbelebung der besonderen Antikörperbildung kann unter Umständen auch unbemerkt stattfinden. Spätestens wenn ein Sie mit einer Impfung wieder mit einem Erreger in Kontakt kommen.

Passive Immunisierung

Mit Hilfe einer passiven Immunisierung werden gewisse Antikörper, die Menschen gegen einen bestimmten Krankheitserreger gebildet haben, entsprechend in den Körper injiziert. Die Maßnahme wird dann ergriffen, wenn Sie sich bereits infiziert haben und es für eine Bildung von Abwehrstoffen durch eine zusätzliche Impfung bereits schon zu spät ist. Die Injektion der Immunglobuline Sollte so rasch wie möglich nach einem ersten Erregerkontakt erfolgen. Die Symptome können, wenn es noch nicht zu spät ist, somit ausbleiben. Alternativ kann die Erkrankung auch einen milderen Verlauf nehmen. Die gesamte Wirkung einer passiven Immunisierung hält in der Regel maximal nur vier Wochen an.

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